Amnestie für Küstenimmobilien

Gute Nachrichten für Immobilienbesitzer in Spanien. Mit der Verabschiedung eines neuen Küstengestz (Ley de Costas) durch den Kongress am 9. Mai 2013 werden viele Wohnhäuser, Geschäfte, Hotels, Strandcafés und Industriebetriebe, die direkt an der Küste gebaut worden sind, vor dem Abriss bewahrt. Wie viele Immobilien so gerettet werden, weiß wohl niemand ganz genau. Die Zeitung El Pais geht von mehr als 500.000 Personen aus, die von dieser Maßnahme direkt profitieren. Unter anderem werden 25.000 Wohneinheiten erhalten, die vor 1988 auf öffentlichem Eigentum am Strand errichtet worden sind. Sie erhalten jetzt eine neue Lizenz für 75 Jahre. An weiteren 125.000 Bauten, die in der Zone direkt hinter dem Strand in zweiter Reihe liegen, wird es nun gestattet sein, Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen. Erweiterungen und Neubauten sollen allerdings nicht genehmigt werden. Eine Amnestie gibt es so unter anderem für die Marina vom Empuriabrava an der Costa Brava, Puerto de Santa Pola an der Costa Blanca, Oliva in Valencia und El Palo und Pedregalejo in Málaga.
Kritisiert wird das neue Gesetz besonders von Umweltverbänden, wie Greenpeace. Sie sehen das Gesetz als klaren Rückschritt für den Erhalt der spanischen Küsten. Befürchtet wird, dass nun auch noch einer Betonierung der letzten freien Flächen der Küste und einer Privatisierung Vorschub geleistet werden könnte.

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