Gute Prognose – Spaniens Zweitwohnsitzmarkt im Herbst 2016

Seit über drei Jahren ist Spaniens Zweitwohnsitzmarkt konstant im Aufwind.
Besonders Ausländer sind der Motor dieser Entwicklung. Rund 20 Prozent aller Immobilienkäufe in Spanien werden nach aktuellen Statistiken der Notariatskammern von Ausländern vorgenommen. Zwischen Januar und Juni 2016 waren es genau 43.519 Transaktionen. Das sind 161,2 Prozent mehr als zum Tiefpunkt der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2008. Die bedeutendsten Käuferschaften sind Briten (19%),
Franzosen (8 %) und Deutsche (7,8%). Am größten ist das Gewicht ausländischer Käufer derzeit auf den Kanaren mit einem Anteil von 44,2 Prozent, gefolgt von den Balearen (41,5 %) der Region Valencia (37,2 %) und Murcia (27,7 %).
Und auch die Preise stabilisieren sich. Spanienweit gibt es seit Anfang 2014 einen moderaten Preisanstieg. Aktuell sind es 2,4 Prozent im Jahr. An den Küsten sind schon über fünf Prozent drin, etwa an der südlichen Costa Blanca, der Costa del Sol, Ibiza oder Teneriffa. Auch bei dem Bestand an leerstehenden Neubauten, der sich in den Krisenjahren aufgetürmt hat, tut sich etwas. Nach Angaben von Servihabitat (Immobiliengruppe der La Caixa) wird sich deren Anzahl im Jahr 2016 um weitere 125.000 Einheiten auf dann 370.000 reduzieren; im Jahr 2009 existierten noch fast 700.000 unverkaufte Neubauwohnungen. Aktuell konzentrieren sich diese besonders auf die Umgebung von Madrid und in den beiden Küstenprovinzen Castellón (Costa del Azahar) und Almería.
Die Entwicklung ist aber weiter uneinheitlich. Es gibt immer noch Orte, wo die Preise über fünf Prozent pro Jahr fallen, auf Baustellen nichts passiert und niemand Grundstücke kaufen will. Besonders die Costa del Azahar und die Insel Menorca müssen weiter auf den Aufschwung warten. Dagegen gehören Mallorca, Ibiza, die Costa del Sol, die Provinz Alicante (Costa Blanca) und die meisten Kanarischen Inseln zu den Gewinnern. Im ersten Quartal 2016 verzeichneten nach Angaben des Wertermittlers TINSA immerhin 71 von 136 Küstenorte Preissteigerungen im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2015. (Studie „Vivienda en Costa 2016“).

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